Katzenliebe

Letzten Sommer hatte ich ein Homeshooting mit sechs Katzen. Allesamt reine Stubentiger, der wunderschöne Garten fiel als Location also aus. Fotografiert haben wir auf einem Rauchglastisch auf der katzensicheren Terrasse- und auch wenn ich diesen genialen Einfall gern selbst gehabt hätte, der Punkt für die Idee geht an die Katzenbesitzerin! Der Glastisch wurde zum echten Catwalk.

 

Jetzt muss man so eine Katze ja auch erstmal motivieren. Mit Hunden ist es leichter, hier etwas Futter, dort bissl quietschen, und schon ist fast jeder Hund im Happymodus. Katzen sind einfach.. anders, und ich hab an dem Tag mindestens genauso so viele "behind the scenes" Fotos gemacht wie richtige Fotos. Und genau das hat es so spannend gemacht. Die drei Kater waren voll bei der Sache, fast schon hündisch haben sie mitgearbeitet. Die Mädels dagegen haben sich gefragt, wer mich überhaupt durch die Tür gelassen hat, inklusive der giftigen Blicke, die so typisch für Frauen.. ähm, Katzen sind.

 

Dank der super Beziehung zwischen den Katzen und ihren Menschen hatten wir ein entspanntes und amüsantes Shooting, und für mich war es eine tolle Erfahrung.  Immerhin bin ich mit Katzen genauso aufgewachsen wie mit Hunden, und wäre ich nicht irgendwann vor 15 Jahren zu einem primären Hundemensch herausgewachsen, und hätte ich mir nicht Hunde ausgesucht, für die Katzen mehr Futter als Freunde sind, wäre ich heute sicherlich glücklicher Beideshalter. Es heisst ja nicht umsonst, die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.