Hermine

Die Natur an unserem schönen Altrhein bietet auf kleinstem Raum alles, was das Fotografenherz begehrt: eine alte Brücke, strandartige Flussufer, imposante Bäume, ein bisschen Wald, Blumenwiesen.. und aktuell eine Million hungrige Stechmücken.

 

Hermine war, typisch Elo, total entspannt. Hat brav gesessen, geguckt und in die Kamera gelächelt, während ihre Menschen und ich geflucht, gewedelt, gebatscht und noch mehr geflucht haben. Bei knapp 30 Grad waren wir alle sehr luftig angezogen und ein perfektes Buffet für die kleinen Blutsauger, und die Viecher haben mich einiges an Konzentration gekostet. Wir haben das Shooting in Rekordzeit durchgezogen und auch wenn es überhaupt gar nicht gemütlich war (und ich habs nun mal gerne gemütlich, auch und vor allem während meiner Shootings), ist uns doch das Lachen nicht vergangen - nicht zuletzt deshalb, weil Hermine's Menschen total nette und unkomplizierte Leute sind, und Hermine selbst einfach die Ruhe selbst war.

Und zum Glück gibt es Fenistil, zum Schmieren, zum Sprühen, zum Schlucken, mit Cortison, ohne Cortison, und nach ein paar Tagen fühlt man sich dann auch nicht mehr wie eine juckende Kratzbürste mit Windpocken-Overlay in einem Jutesack, sondern wie ein heroischer Überlebender der Schnakenapokalypse.

 

Was lernen wir daraus? Neben Kamera, Objektiven, Sabbertuch, Leckerle, Quietschdings und Tempotüchern gehört im Sommer unbedingt ein hochwirksames Mückenspray in die Fototasche! Wahlweise ein Astronautenanzug, aber damit wird man etwas unflexibel.. ist eigentlich bald Herbst?