Das Glück der Erde

Am 1. Mai schwingt man sich aufs Fahrrad. Das ist hier bei uns ein eisernes Gesetz, egal ob man 8 oder 80 Jahre alt ist. Dieses Jahr hat der örtliche Reitverein sein erstes Westernturnier veranstaltet, das war mal was neues! Die Westernreiterei hat mich schon als junges Mädchen fasziniert, war sie doch so viel ursprünglicher und irgendwie lockerer als das klassische Reiten, das ich gelernt hatte. Deshalb hab ich nach unserem Morgenspaziergang ganz spontan die Kamera eingepackt, um Westernferde zu fotografieren. 

 

Entspannte Pferd-Mensch-Teams sind auf Turnierplätzen keine Selbstverständlichkeit- auch nicht auf einem kleinen Dorfwesternturnier. Ich hab vieles gesehen, das ich lieber nicht gesehen hätte. Aber ich hab auch viele lockere Zügel gesehen, glückliche Kinder, stolze Mütter, fröhliche Ponies, und ganz viel Fairness und Pferdeliebe. Es war eine neue Erfahrung, an der Bande zu stehen und zu fotografieren- vor 25 Jahren stand ich immer an der Bande und hab als echtes Groupie drauf gewartet, dass mir irgendjemand sein Pferd zum Trockenreiten in die Hand drückt (hat immer funktioniert!)

Dieses Mal hab ich mich einfach nur gefreut über ein nettes Lächeln der Reiterinnen, und ich konnte viele Samtnüstern flauschen. Das Glück der Erde liegt eben doch immer auf dem Rücken der Pferde ♡